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Basilique Saint Martin - Flyer 1

Basilique Saint Martin - Flyer 2

Wer ist eigentlich St. Martin? In unserem Jahrhundert ist er in Deutschland vor allem im Herbst allgegenwärtig: bei den Martinsumzügen, dem Martinsfeuer und den Martinsgänsen. Martin wurde im Jahre 316 Jahre nach Christus in Ungarn als Sohn eines römischen Offiziers geboren. Mit 15 trat er in die Armee ein. Seine Kameraden mochten ihn, und so wurde Martin schnell Offizier. Immer war er bemüht, Gutes zu tun. Er stand Kranken bei, kümmerte sich um Not leidende Menschen, gab Hungernden Essen und Armen Kleidung und teilte seinen Sold mit Bedürftigen. Die Taufe war für Martin ein wichtiges Ereignis, auf das er sich 3 Jahre vorbereitete. Martin starb im Alter von 81 Jahren am 8. November 397.


Die wohl bekannteste seiner Taten ist die Mantelteilung: In einem besonders harten Winter in der Stadt Amiens in Frankreich sitzt ein nackter Bettler vor dem Stadttor. Es ist bitterlich kalt, und er friert erbärmlich. Jeden der Vorbeieilenden spricht der Bettler an, bittet um Hilfe. Doch alle gehen vorbei, zeigen mit dem Finger auf ihn und lachen oder schauen beschämt auf die Seite. Als Martin auf seinem Schimmel durch das Stadttor reiten will, spricht der nackte Bettler auch ihn an. Als Offizier der Armee trägt er einen warmen Mantel. Kurz entschlossen nimmt er sein Schwert und zerschneidet den Mantel: Einen Teil gibt er dem Bettler, um seine Blöße zu bedecken und sich zu wärmen, die andere Hälfte schlingt Martin sich wieder um die Schultern. Dann reitet er weiter. Die umstehenden Menschen verstehen seine Tat nicht, lachen ihn aus und schütteln den Kopf. Martin muss drei Tage in Haft, da der Mantel Armee-Eigentum ist und er ihn beschädigt hat.


In der folgenden Nacht erscheint Martin im Traum Jesus Christus, bekleidet mit dem halben Militärmantel. Eine Engelsschar begleitet ihn. Zu ihnen spricht Jesus: „Martinus hat mich mit diesem Mantel bekleidet!“ In diesem Traum sieht der junge Offizier eine Aufforderung, den Militärdienst aufzugeben, um in den Dienst Gottes zu treten.


Nach der Entlassung aus dem Militärdienst geht Martin nach Poitiers, um Schüler des dortigen Bischofs zu werden. Nach Jahren der Wanderschaft als Missionar kehrt Martin im Jahr 360 nach Portiers zurück und gründete mit Gleichgesinnten ein Kloster.


Als Ratgeber und Helfer in der Not wird Martin bekannt. Nach zehn Jahren, als ein neuer Bischof für Tours gesucht wird, ist er der Favoriten der Bevölkerung: Doch Martin versucht sich dem öffentlichen Drängen zu entziehen und versteckt sich in einem Gänsestall in einer Gasse. Die Bürger von Tours suchen ihn mit Fackeln. Schließlich verraten ihn die Gänse: Ihr aufgeregtes Geschnatter führt die Bürger zu Martins Versteck. Gegen den Widerstand einiger Bischöfe setzte sich die Bevölkerung durch. Am 4. Juli 372 wird Martin zum Bischof von Tours geweiht.


Als Bischof setzte er seine Wohltaten in zahlreichen Missionsreisen fort. Martin verkörperte ein Ideal: der Mönch als Priester, Arzt und Nothelfer.


Das Ende eines erfüllten Lebens ist bei einer seiner Seelsorgereisen. Im Alter von 81 Jahren, dass ist für die damalige Zeit steinalt, stirbt Martin in Candes. Er wird am 11. November in Tours unter ungeheurer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Und noch heute sind die Taten des Heiligen Mannes lebendig und Vorbild für die Menschen.

Die Geschichte des St. Martin

Informationen zur Basilique Saint Martin (St. Martins-Basilika in Tours), erhalten Sie unter www.basiliquesaintmartin.com

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