2009-2018 © Grafik & Webdesign S. Wienand | Alle Rechte vorbehalten                                                                       Startseite  |  Kontakt  |   Impressum

Sankt Martin und die Gänse


Wie Gänse es schafften, dass der Soldat Martin doch noch ein heiliger Bischof wurde.


Lukas hat im Religionsunterricht die Geschichte von Sankt Martin und den Gänsen gehört. „Martin sollte Bischof werden“, erzählt Lukas seiner Mama. „Doch er wollte lieber ein einfacher Mann bleiben. Da überlegten die Leute, wie sie ihn doch dazu bringen könnten, Bischof zu werden. Sie dachten sich eine List aus. Ein Mann aus Tours sagte, dass seine Frau krank ist und dass Martin sie gesund machen soll. Diese Nachricht wurde Martin überbracht. Und er ging nach Tours. Dort warteten schon viele Menschen auf ihn. Martin ahnte, dass man ihn hereinlegen wollte. Da versteckte er sich in einem Gänsestall. Aber die Gänse schnatterten laut und verrieten ihn. Da ließ Martin sich endlich zum Bischof wählen. Und die Menschen in Tours freuten sich.“

 

Gänse waren für die Bauern wichtig


„Das ist eine schöne Geschichte. Auch ich habe sie als Kind immer gern gehört. Weißt du auch, warum die Gänse am Martinstag immer schon wichtig waren?“ Lukas schüttelt den Kopf. „Warum denn?“, fragt er. „Früher endete am Martinstag für die Bauern das alte Wirtschaftsjahr“, erzählt seine Mama. „Die Scheunen, Speicher und Vorratskammern waren gefüllt. Jetzt musste nur noch das Vieh geschlachtet werden. Denn die Menschen brauchten das Fleisch für den langen Winter. Die Gänse gehörten zu den beliebtesten Schlachttieren. Denn sie gaben nicht nur Fleisch, sondern auch Federn. Damit füllten die Bauersfrauen Kissen und Bettdecken. Allmählich entstand der Brauch, am Martinstag Gänsebraten zu essen. Die Menschen dachten dabei sicher an den heiligen Martin, der sich im Gänsestall versteckt hatte.


Quelle - Margret Nußbaum (www.katholisch.de)